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AnimagiC 2013 - Heißer, aber cooler Tag

03.08.2013

Autor: Gunnar Schreiber

 

Bereits zum 15. Mal fand vom 26. bis 28. Juli in Bonn in der Beethovenhalle und Umgebung die AnimagiC statt. Aufgrund der langen Tradition ist es auch kein Wunder, dass die Convention zu den größten (etwa 15.000 Besucher in diesem Jahr), beliebtesten und professionellsten ihrer Art in Deutschland zählt. Trotz unglaublicher Hitze bei gefühlten 100° habe ich mich am Samstag ins Getümmel gestürzt und verrate euch, warum sich ein Besuch auf jeden Fall gelohnt hat.

 

 

Ein kleiner Rundgang – Konzerte, Kino, Theater und mehr

 

Da die AnimagiC sich nicht nur auf die auf die Beethovenhalle beschränkt, beginne ich mal mit einem virtuellen Rundgang und verrate dabei, was die Besucher alles geboten bekommen haben. Beginnen wir doch mit dem Innenbereich: Hier fand natürlich das meiste Programm statt. In dem großen Saal traten japanische Bands und Künstler auf. U.a. die Sängerin Eir Aoi, die zum Beispiel den Titelsong der gerade zunehmend boomenden Animeserie Sword Art Online zum Besten gab. Auch die Anime-Supergruppe Jam Project, deren Bandmitglieder schon an diversen Soundtracks mitgearbeitet haben, heizten das Publikum ein. Zwischendrin unterhielten Showgruppen mit Theaterstücken oder Musicals die Zuschauer. Und wenn nicht gerade eine Aufführung oder Konzert war, konnte man beispielsweise sich den Cosplay-Wettbewerb anschauen.

 

Andere Seminarräume wurden in Kinosäle umgebaut, mit einem zum Teil hochspannenden Programm. So gab es erstmals in Deutschland den dritten Neon Genesis Evangelion Film zu sehen oder die erste Folge der neuen Prequelserie zu Ghost In The Shell.

 

In anderen Räumen wurden Workshops zu den unterschiedlichsten Themen angeboten. Ein richtig großer Bereich war für Händler reserviert, wo es jede Menge Merchandise, Mangas, Animes, Videospiele usw. zu kaufen gab. Und wieder wurde ich ernsthaft in Versuchung geführt. Ich mein, schaut euch alleine mal dieses Angebot an Nintendo-Plüschfiguren an:

 

 

Videospiele standen im Innenbereich ebenfalls im Fokus, aber darauf gehe ich im letzten Abschnitt genauer ein. Verlassen wir also die Beethovenhalle und begeben uns ins offizielle Außengelände: Hier gab es neben Fressbuden, Fotografier-Ständen auch eine weitere Bühne, wo ebenfalls Bands und andere Künstler auftraten und Wettbewerbe stattfanden. Aber mit dem Verlassen des offiziellen Geländes ist die AnimagiC noch lange nicht zu Ende...

 

 

Cosplayer machen den Rhein zum Schwimmbad

 

Besonders viel los ist auf der angrenzenden Rheinuferpromenade. Eine Menge Besucher sparen sich sogar den Eintritt für die Convention und bleiben am Rheinufer. So tummeln sich hier auf locker 500 Metern Länge unzählige Cosplayer. Diesmal natürlich vermehrt im Schatten unter den Bäumen und am bzw. im Rhein. Dutzende Besucher nutzten die Chance, um ins Wasser zu gehen. Auf der einen Seite bei der Höllenhitze absolut verständlich, aber soweit wie manche sich raustrauten, grenzte es schon teilweise an Leichtsinn.

 

 

Natürlich habe ich den Außenbereich genutzt, um nach Nintendo-Cosplayern Ausschau zu halten und Fotos zu machen. Im Vergleich zum CosDay vor zwei Wochen waren allerdings auf der AnimagiC relativ wenige in Kostümen zu Nintendo-Charakteren unterwegs, so dass ich schnell auch nach anderen Helden von Konkurrenzkonsolen geschaut habe. Einige Bilder findet ihr rechts, mehr davon in unserer flickr Galerie (Infos und Link unten).

 

Generell muss man zum Cosplay deutlich festhalten, dass die Vielfalt auf der AnimagiC nochmals um einiges höher war als bei anderen Events. Das liegt nicht nur daran, dass einfach viel mehr Besucher da sind, sonderlich sicherlich auch an der 15-jährigen Tradition der Convention. Denn somit ist die Altersstruktur viel gestreuter, von Teenies bis hin zu jungen Familien mit eigenen Kindern, zum Teil auch im Cosplay, findet man auf der AnimagiC ein buntes Publikum.

 

 

 

Auch für Videospieler fast schon ein Muss

 

Aber kommen wir zu den Games. Wie eingangs erwähnt, ist die AnimagiC sicherlich eine der professionellsten Conventions dieser Art hierzulande. Das merkt man auch bei dem Thema Videospiele. Die Auftritte von Bandai Namco, Nintendo und Square Enix erinnerten an Messen wie die gamescom, natürlich alles eine Nummer kleiner. Bei Square Enix konntet ihr Merchandise kaufen und u.a. Final Fantasy XIII Lightning Returns anspielen. Bei Bandai Namco gab es Tales of Xilia und One Piece Pirate Warriors 2 zum Ausprobieren. Der japanische Publisher hatte sogar Entwicklerprominenz dabei: So stellte sich Hideo Baba, Kopf der Tales of-Reihe den Fragen von Gamern und gab Autogramme. Auch vor Ort waren Koji Nakajima von Bandai Namco und Hisashi Koinuma von Tecmo Koei, die gerade an dem oben genannten One Piece Titel arbeiten.

 

 

Nintendo hatte auch eine Menge Games im Gepäck. Neben den bereits veröffentlichten Spielen wie Pikmin 3 oder Game & Wario durfte die Öffentlichkeit auch erstmals The Wonderful 101 sowie das kommende Karaoke-Spiel ausprobieren. Letzteres entpuppte sich als regelrechter Publikumsmagnet, vor allem, weil Nintendo clever war und in der Demo viele japanische Songs drin gelassen hatte. Natürlich gab es auch einige Spiele auf dem Nintendo 3DS zum Anspielen und eine sehr nette Animal Crossing Themenecke, wo man sich auch fotografieren lassen konnte.

 

 

Wer einfach nur was zocken wollte, gerne auch im Multiplayer, der konnte sich in der Game-Zone austoben. Hier wurden zum Beispiel ausgiebige Matches in Prügelspielen auf einer großen Leinwand ausgetragen. Ebenfalls in dem Raum war eine separate Ecke, wo man an den neuen Kracher von Suda 51: Killer Is Dead Hand anlegen durfte.

 

Und natürlich war die ganze Convention, egal ob drinnen oder draußen, mal wieder der reinste StreetPass-Himmel. Also, ich denke, ihr versteht, warum ich in der Überschrift des Absatzes geschrieben habe, dass die AnimagiC auch für Videospieler zunehmend zu einem Muss wird.

 

 

Zeit zum Ende zu kommen

 

Es gab natürlich noch viel mehr zu entdecken und somit zu berichten. Aber ich möchte den Bericht auch nicht zu sehr ausufern lassen. Wie ihr meinem Text hoffentlich entnehmen könnt, hat sich der Besuch der AnimagiC 2013 trotz der Hitze absolut gelohnt. Somit freue ich mich noch mehr auf die anstehenden Conventions wie gamescom und Connichi.

 

Wie immer hier folgender Hinweis: Noch mehr Bilder sowie die des Artikels in besserer Auflösung findet ihr hier in unserer Galerie bei flickr. Falls ihr euch auf den Bildern wiederentdeckt, dann schreibt mir doch eine E-Mail an gunnar(at)10do.de. Von den meisten Cosplayern habe ich nämlich noch mehr Fotos, als die, die wir veröffentlicht haben, und natürlich sende ich die euch gerne zu.


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