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N-Zyklopädie

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Super Mario versucht sich als Klempner

31.01.2012

Autor: Matthias Küpper

 

 

Es war ein ruhiger und sonniger Tag im Pilzkönigreich, an dem wohl Bowser an den Plänen für die nächste Entführung von Prinzessin Peach arbeitete, da es keine Anzeichen darauf gab, dass der König der Koopa aufkreuzen könnte. Mario war allerdings auch nirgends zu sehen. Das lag daran, dass er noch zu Hause in seinem Bett lag und schlief. Doch sein Schlaf wurde schlagartig von einem aufgeregten Toad gestört, der in das Haus der bekannten Klempner-Brüder gestürzt kam und erst einmal wild im Zimmer herumlief. Es verging einige Zeit, bis Mario realisierte, dass etwas nicht stimmte und schnell aus dem Bett sprang. „Gut, dass du wach bist, Mario... Schnell zum Schloss.“, rief der aufgebrachte Toad.

 

Da der hilfreiche und selbstlose Klempner wieder davon ausging, dass Bowser Peach entführen wollte, rannte er sofort los, um der Prinzessin zur Hilfe zu eilen. Doch als er das Schloss endlich erreichte, sagte ihm ein anderer aufgebrachter Toad, was los war: „Mario, endlich bist du da. Wir haben ein verstopftes Abflussrohr, um das du dich kümmern musst. Also das passierte so: Beim morgendlichen Bad der Prinzessin stellte sich heraus, dass...“ Fünf Minuten später war der Toad mit der Erzählung fertig, der durch die Ankunft des Volkshelden wieder die Ruhe selbst war. Gleichzeitig erwachte Mario aus seinem kurzen Nickerchen und nickte. Das Abenteuer in der Kanalisation konnte also beginnen. Im Vergleich zu einem Kampf mit Bowser war das ja ein Kinderspiel. Das dachte zumindest jeder...

 

Doch vor dem Eingang zum Untergrund stand ein Toad, der Mario fragte: „Hast du deine Werkzeugkiste dabei? Ansonsten lasse ich dich hier nicht durch.“ Der Klempner hatte sie nicht dabei, da er davon ausgegangen war, dass es andere Probleme gab. Deshalb wurde er von dem Toad losgeschickt, dass Werkzeug zu holen. Also machte er sich auf die Suche nach einem Kasten. Im Schloss musste es doch bestimmt jemanden geben, der sich sonst um die Arbeiten kümmerte. Schließlich war der Klempner auch viel damit beschäftigt, Prinzessin Peach zu retten oder anderen Leuten bei allen möglichen Anliegen zu helfen.

 

Die Suche war gar nicht so einfach, da das Schloss doch relativ groß war und sehr viele Gänge hatte. Hier und dort liefen Toads herum, die am liebsten Mario noch weitere Aufgaben aufgetischt hätten. Doch als sie hörten, dass der Klempner, sich um die Kanalisation kümmern sollte, versuchten sie ihm Tipps zu geben, wo ein Werkzeugkasten zu finden sein könnte. Mehr als einmal stellte sich der Tipp als Sackgasse heraus und es dauerte länge als eine Stunde, bevor er endlich das passende Werkzeug gefunden hatte. Sofort machte er sich wieder auf, um endlich seine Arbeit verrichten zu können. Schließlich musste das Problem schnell behoben werden, da er ansonsten Ärger mit Peach bekam.

 

Durch eine Röhre gelang Mario in die Kanalisation des Schlosses, die einem Labyrinth glich. An den Geruch dieses Ortes hatte sich der Held ja inzwischen gewöhnt, da er selbst auf der Suche nach Peach öfters in den Untergrund musste. Er sah sich um und sah schon bald den Ursprung des Problems. Ein Gumba hing in einer Röhre fest und zappelte wild herum. Mario legte sofort mit seiner Arbeit los und zog an dem armen Wicht. Er steckte so fest, dass er ihn nicht herausgezogen bekam. Deshalb nahm er ein Brecheisen, mit dem er versuchte, den Gumba herauszuhebeln. Es gelang ihn nach ein paar Versuchen.

 

Die Aktion hatte aber auch einen Hacken, da der Klempner nicht bedacht hatte, dass sich schon viel Wasser angestaut hatte. Es war sehr viel Wasser, was nun aus der Röhre herausströmte und mit einer Wucht gegen Mario prallte, die den Klempner von den Beinen riss. Der Druck war so stark, dass er mitgerissen wurde. Die Fluten strömten zusammen mit Mario und dem Gumba durch die vielen Gänge der Kanalisation.

 

Am Ende landete er irgendwo vor einem Gitter. Nun galt es also, den Weg herauszufinden. Schon bald kam auch schon das erste Hindernis, da sich auf dem Weg Geröll gesammelt hatte. Leider hatte er auch keinen Hammer dabei und das meiste Werkzeug hatte er verloren und war nun mit den Fluten wahrscheinlich durch das Gitter verschwunden. Deshalb versuchte der Klempner darüber zu klettern, was ihn viel Kraft und auch Zeit kostete. Er konnte nicht sagen, wie spät es schon war, doch er wollte den Tag nicht nur mit der Suche nach einem Ausweg beschäftigen. Hier und dort gab es noch weitere Steinhaufen, die im Weg lagen, sodass man die Frage stellen konnte, woher die ganzen Steine überhaupt kamen. Mario schaffte es, jede dieser Hürden zu überwinden. Doch schon bald stieß er auf den Gumba, der ziemlich sauer war, dass der Klempner nicht gerade zärtlich mit ihm umgegangen war. Er stellte sich Mario in den Weg und lief auch sofort auf ihn zu. Der Klempner schaffte es nicht im richtigen Moment zu springen und flog ein Stück nach hinten.

 

Er raffte sich aber sofort wieder auf und lief nun seinerseits auf den Gumba zu. Als er nah genug war, sprang er hoch und landete hinter dem Störenfried, der wieder versucht hatte ihn zu rammen. Da sein Gegner aber nicht nachließ, lief Mario nun gehetzt durch die Kanalisation und er hoffte, dass er den Gumba abschütteln zu können. Es war eine ganz schöne Strecke, bis er den Ausgang erreichte, durch den er wieder in das Schloss gelangte. Den Gumba hatte er auf halber Strecke irgendwie loswerden können. Am Eingang erwartete ihn schon ein Toad, der demonstrativ die Nase rümpfte, als Mario vor ihm auftauchte. Er schickte ihn noch zum Duschen, bevor der Klempner seine Belohnung bei Prinzessin Peach abholen konnte.

 

Deshalb machte sich Mario noch auf den Weg zur Dusche. Dort wusch er sich und ging dann mit neuer, frischer Kleidung in Richtung Thronsaal. Man konnte ihm ansehen, dass er froh war, dass das kleine Abenteuer überstanden war. Als er in den Thronsaal ging, erwartete ihn Peach bereits, die lächelte, als sie ihn sah. „Hallo Mario. Danke, dass du die Zeit hattest, unser kleines Problem zu beheben. Ich habe von einem Toad gehört, dass es Probleme gab.“ Mario erklärte ihr kurz, was passiert war. Die Prinzessin sah für eine kurze Zeit besorgt aus, bevor sie dem Klempner einen Kuss auf seine Nase gab. Was danach geschah? Das ist eine andere Geschichte. Ich kann nur verraten, dass sie mit Bowser zu tun hat.


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