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Angespielt: Nintendo Switch

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Shining Resonance Refrain

RPG

10.07.2018

Autor: Matthias Küpper

 

Mit Shining Resonance Refrain erscheint nach langer Zeit mal wieder ein Titel von Segas Shining Serie im Westen. Dabei handelt es sich um ein Remake des Titels, der 2014 lediglich in Japan für PlayStation 3 erschien. Neben überarbeiteten Grafiken bietet das Spiel nun sowohl eine englische als auch japanische Sprachausgabe. Zusätzlich gibt es den neuen Refrain Modus, mit dem auch beim zweiten Durchgang etwas Neues geboten wird. Doch wie schlägt sich der Titel auf der Nintendo Switch?

 

 

Erwecke die Macht des Drachens!

 

In Shining Resonance Refrain dreht sich alles um den Jungen Yuma Ilvern. Dieser ist der Träger der Seele des Shining Dragon, der vor Jahrhunderten zusammen den anderen Drachen das Land vor der bösen Gottheit Deus gerettet hat. Yuma befindet sich am Anfang der Geschichte in Gefangenschaft, aus der er von Sonia und Kirika gerettet wird. Dabei kommt es auch zu einem Kampf gegen einen Drachen, der von Excella befehligt wird. Nach und nach wird Yuma und auch der Spieler mehr und mehr ins Spielgeschehen einbezogen.

 

So erfährt man, dass zwischen dem Königreich Astoria, welches sich auf der Insel Alfheim befindet, und dem Imperium Lombardia Krieg herrscht. Das Imperium verfügt dabei über deutlich mehr Soldaten. Nur dank den sogenannten Dragoners war es bisher möglich, eine Verteidigungslinie zu halten. Da macht es sich gut, dass der Fluchtversuch gelingt und Yuma zusammen mit dem Shining Dragon nun in Astoria ist. Doch dieser möchte die Kraft des Drachens nur ungerne benutzen. Und so beginnt das große Abenteuer, welches sich rund um Yuma dreht, der zusammen mit seinen Gefährten tiefe Bande knüpfen muss, damit er jede Herausforderung bestehen kann.

 

Diese Bande kann man mit seinen Gefährten knüpfen, in dem man Zeit mit ihnen verbringt. Dies geschieht immer, wenn man im Gasthaus oder im Lager vor der Nacht jemanden einlädt. Dann kommt es zu einem Gespräch unter vier Augen, bei dem sich die Charaktere näherkommen. Irgendwann wird Yuma gefragt, ob er nicht Lust hätte, Zeit in der Stadt zu verbringen, wodurch die Bindung noch weiter gestärkt wird. Bei den weiblichen Gefährten kann dabei schonmal der ein oder andere peinliche oder mehrdeutige Satz fallen. Manchmal erinnert das Spiel dabei an die berüchtigten Harem-Animes. Aber Yuma hat nicht nur weibliche Gefährten. Es schließen sich ihm im Verlaufe des Spiels auch männliche Dragoners an, mit denen er ebenfalls Zeit verbringen kann. Das gibt es richtige Männergespräche.

 

 

Die Macht der Melodien

 

Doch was macht die Dragoners so besonders? Diese verfügen über besondere Waffen, die Armonic genannt werden. Dabei handelt es sich um Musikinstrumente, die Töne von sich geben. Im Kampf ist es daher möglich, mit Hilfe der Musik die Gruppe zu verstärken. Dies kann durchaus über Sieg oder Niederlage entscheiden. Dabei macht es nicht nur musikalisch einen Unterschied, wer in der Mitte des sogenannten B.A.N.D. steht, sondern dies hat auch Auswirkungen auf die Effekte.

 

Der Kampf findet in Echtzeit statt, was dem Actionkampfsystem zu verdanken ist, das ähnlich ist wie das aus der Tales-Reihe. Der Spieler hat die Möglichkeit, seinen gesteuerten Charakter frei in einem kleinen Bereich zu bewegen. Mit Angriffen ist es möglich, den fiesen Monstern den Garaus zu machen. Zusätzlich gibt es noch Angriffe, die den Gegner brechen oder die klassischen Skills. Diese lassen sich aber nur einsetzen, so lange man AP hat. Diese werden durch den runden Balken unter dem Charakter angezeigt. Mit Hilfe eines Schildes ist es möglich, gegnerische Attacken zu blocken.

 

Außerdem hat man die Möglichkeit mit einem Sprung nach vorne, den Angriffen auszuweichen. Da jeder Charakter theoretisch gesteuert werden kann, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie ihr den Kampf gestalten könnt. Einen Kämpfer muss man aber in den Vordergrund stellen und das ist Yuma. Wie bereits erwähnt, ist in ihm die Seele eines Drachens. Deshalb kann er sich auch in ihn verwandeln, was nicht nur cool aussieht, sondern auch einen Vorteil bildet. Denn als Drache teilt er ziemlich viel Schaden aus. Der einzige Nachteil ist, dass er die Kräfte am Anfang nicht so gut kontrollieren kann, weshalb der Drache nach einer gewissen Zeit anfängt, Amok zu laufen. Dagegen hilft teilweise die gespielte Musik. Doch hat Yuma die Kontrolle verloren, greift er auch wahllos seine Gegner an, was schonmal die gesamte Gruppe auslöschen kann.

 

 

Zahlreiche Aufgaben warten auf euch!

 

Neben der Hauptstory gibt es zahlreiche Quests, die man in Shining Resonance Refrain lösen kann. Diese können beinhalten, dass gewisse Weltbosse oder Monster besiegt werden müssen. Oder es müssen bestimmte Items gesammelt werden. Zusätzlich gibt es auch immer wieder Events, bei denen man nette Geschichten zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern oder bestimmten Bewohnern der Stadt kennenlernt. Diese sind meistens durch Sprechblasen gekennzeichnet.

 

Außerdem besteht die Möglichkeit, in Dungeons die Charaktere aufzuleveln. Hier lassen sich nützliche Items finden, die euch im Kampf für Astoria nützlich sein können. Dazu gibt es ein Alchemiesystem, welches euren Goldbeutel schont.

 

Für den zweiten Durchgang gibt es dann auch noch die Möglichkeit den Refrain-Modus zu spielen. In diesem schließen sich einem zusätzlich noch Excella und Jinas an. Außerdem enthalt das Spiel alle DLCs, weshalb ihr die Möglichkeit habt, eure Charaktere in unterschiedlichen Outfits durch die Gegend laufen zu lassen. Darunter befinden sich auch zahlreiche Bikinis, die sich lediglich farblich unterscheiden…

 

Somit bietet Shining Resonance Refrain einiges an Umfang. Für die Hauptstory und die Quests braucht man schon einiges an Zeit, sodass man das Spiel mindestens 30 Stunden genießen kann. Durch die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade kann es aber auf Normal auch noch einmal etwas länger dauern, da man hier deutlich mehr Leveln muss.

 

 

Steuerung und Technik

 

Das Spiel verfügt über eine klassische Steuerung, die nach und nach erklärt wird. Hierbei ist es echt gut, dass der Spieler nicht von Anfang an alle Möglichkeiten hat, da dies einen echt überfordern würde. Den Charakter steuert man sowohl innerhalb als auch außerhalb des Kampfes mit Hilfe des Analogsticks. Über X werden Brechangriffe ausgeführt, während A mit den normalen Attacken belegt ist. Mit Y benutzt man ein Schild und B ist für das Vorstürmen gedacht. Mit Hilfe von ZR lassen sich die Gegner im Kampf anvisieren, wodurch man nicht die Übersicht verliert. Über R lassen sich die B.A.N.D. ausführen, die aber nochmal gewählt werden können, während der Kampf pausiert. Das Menü öffnet sich mit +. Wer als Yuma spielt, hat außerdem die Möglichkeit, sich mit dem gleichzeitigen Drücken von L und R in den Drachen zu verwandeln. Das alles geht gut von der Hand.

 

Technisch sieht das Spiel auch in Ordnung aus. Die Umgebung ist nett gestaltet und verfügt auch über genügend Abwechslung. Allerdings stören die oft auftretenden Ladezeiten im Laufe des Spiels. Diese fallen besonders in den Sequenzen auf, die dadurch unterbrochen werden. Hier wäre ein deutlich flüssigeres Spiel schöner gewesen. Zudem holt das Spiel nicht alles aus der Switch heraus, was möglich gewesen wäre, wenn man es mit anderen Titeln vergleicht.

 

Auf's Ohr gibt es dafür aber einige nette Tracks. Von einem Spiel, das sich auch um die Musik dreht, kann man dies aber auch erwarten. Sowohl der Soundtrack als auch die Sprachausgabe wissen zu überzeugen. Hier ist es toll, dass der Spieler selber die Wahl bekommt, ob er lieber mit japanischen oder mit englischen Sprechern spielen möchte. Leider gibt es aber keinen deutschen Text, weshalb man englisch können muss, um in den vollen Genuss des Spiels zu kommen.

 

 

Kritik

 

Shining Resonance Refrain weißt wie schon erwähnt, den kleinen Mangel auf, dass es doch häufig zwischen Sequenzen Ladezeiten gibt, die einen gerne mal ein bisschen aus der Atmosphäre herausholen. Hier muss die Switch im Vergleich zu den anderen Versionen ein bisschen einbüßen. Aber auch ansonsten ist nicht alles an dem Titel perfekt. Ich persönlich habe es als störend betrachtet, dass alle Charaktere dieselbe Menge an EP bekommen, egal welches Level sie haben. Dies ist besonders ärgerlich, da Leute, die nicht in der Gruppe sind, keine Erfahrung bekommen. Es ist ein wenig seltsam, wenn ein Charakter Level 17 genauso so viel Erfahrung bekommt wie einer mit Level 45. Dadurch wird aber auf der anderen Seite natürlich der Schwierigkeitsgrad ein wenig angehoben, da man auf ausgeglichene Level achten sollte. Ansonsten hatte ich teilweise auch noch das Gefühl, dass es zu Einbrüchen der Framerate kam, sowohl im Handheld-Modus als auch im TV-Modus. Dadurch ruckelte das Spiel schon einmal ein bisschen.

 

Außerdem sind die Events mit den Charakteren ausbaufähig. Oft wiederholen sich die Textpassagen. So freut sich Sonia sehr oft, weil sie ein Geschenk bekommen hat oder Yuma trifft. Dort wäre etwas Abwechslung gut gewesen. Zum Beispiel hätte man verschiedene Gespräche einbauen können über die aktuelle Story oder allgemein normale Gespräche beim Kennenlernen, die auch dazu führen, dass man die Charaktere besser versteht. So aber macht man das Ganze in der Hoffnung, dass die Beziehung noch besser wird, ohne wirklich das Gefühl zu haben, dass dem so ist.

 

Vielen Dank an Koch Media für das Testmuster


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Fazit

Shining Resoncance ist ein gutes Rollenspiel, was Genre-Fans unbedingt spielen sollten, solange sie nicht eine große Abneigung gegenüber Romanzen haben. Denn man kommt den weiblichen Gruppenmitgliedern schon recht nahe. Dazu gibt es viele witzige Momente und eine Story mit Wendungen. Auch das Kampfsystem weiß zu überzeugen, welches actiongeladen ist und gerade bei Bosskämpfen zu fordern weiß. Aber auch alle anderen können sich die Demo gerne anschauen, die leider sehr kurz ausfällt.

Grafik

gut

Sound

gut

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

76%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

10.07.2018

Developer

Atlus

Publisher

Sega

USK Freigabe

12+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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