Login

Passwort vergessen?

Konto erstellen


Angespielt: Nintendo Switch

< zurück

Dragon Quest Builders

RPG

08.03.2018

Autor: Matthias Küpper

 

Bei dem Erfolg, den Minecraft noch immer hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis ähnliche Spiele erscheinen. Mit Dragon Quests Builders scheint die Kombination mit einer sehr alten Rollenspielserie. Während wir uns hier über die erste Version freuen können, ist der direkte Nachfolger schon in der Entwicklung. Alleine das zeigt, dass das Spiel doch einiges anders macht, als Minecraft.

 

 

Die Geschichte der Welt

 

Ähnlich wie in den klassischen Dragon Quest-Spielen gibt es auch in Dragon Quest Builders eine Geschichte. Vor langer Zeit verloren die Menschen die Gabe des Bauens. Nur einer unter ihnen, der Erbauer, war noch in der Lage, Sachen zu erschaffen. Doch aus irgendeinem Grund schaffte er es nicht, die Menschheit zu retten.

 

Deshalb leben die Menschen nun in den Ruinen alter Städte und jeder ist sich selbst am nächsten. Doch es gibt Hoffnung. Denn der Erbauer, dem der Spieler einen Namen geben kann, wird von der Göttin aus einem langen Schlaf erweckt. Nach und nach führt sie einen in die Welt und aus der Höhle, in der man geschlafen hat.

 

Draußen ist auch die nächste Stadt namens Cantlin gar nicht so weit. Dort geht es deshalb auch sogleich hin und es muss eine Fahne aufgestellt werden. Hat man dies getan, erstrahlt eine Lichtsäule, die die Menschen anlockt. Tatsächlich kommt auch gleich die erste Bewohnerin vorbei.

 

 

Der Wiederaufbau von Cantlin

 

Genau wie in anderen Dragon Quest-Spielen spricht der eigene Held selbst nicht. Meist lässt sich aber durch die anderen NPCs erahnen, was man so denkt und das ist nicht immer allzu positiv. Denn auf den Schultern des Spielers liegt eine große Verantwortung. Als erstes muss also Cantlin wiederaufgebaut werden. Das geschieht Schritt für Schritt durch Missionen der Bewohner. Diese können beinhalten, dass man bestimmte Gegenstände baut, Baupläne von Gebäuden vollendet, Monster bekämpft oder NPCs findet. Nach und nach fallen einem dabei neue Gegenstände ein, die gebaut werden können.

 

So lernt man, wie man eine Tür, eine Fackel und eine Strohmatratze herstellt, um das erste Schlafzimmer zu bauen. Später kann man dann noch Kochfeuer bauen, an denen Essen gekocht werden kann. Das braucht man auch, da man ansonsten verhungert. Ganz wichtig sind aber Truhen. In diese können die vielen Sachen verstaut werden, die man von Monstern findet oder in der Welt abbaut.

 

Während ihr Cantlin aufbaut, strömen immer mehr Leute zu euch und ihr bekommt irgendwann ein Portal, mit dem ihr auf eine andere Insel könnt. Dort gibt es dann wieder neue Gegenstände zu finden, wodurch sich bessere Waffen und Rüstungen bauen lassen. Außerdem lernt ihr neue Gegenstände, mit denen das Level eurer Siedlung nach und nach ansteigt. Der Charakter selber kann aber keine Level aufsteigen. Seine Stärke definiert sich über die Ausrüstung, die er trägt. Deshalb ist es wichtig, immer eine Ersatzwaffe dabei zu haben. Denn durch den Gebrauch gehen die Sachen nach und nach kaputt.

 

Hat man die Geschichte von Cantlin abgeschlossen, zu der ich nicht mehr sagen möchte, geht es ins nächste Kapitel. Dort fängt man fast wieder bei null an. Auch hier muss wieder eine Stadt aufgebaut werden. Dabei gibt es neue Charaktere und neue Gegenstände. Dazu kommen andere Probleme auf euch zu. Aber da es sich hier um einen anderen Spielstand handelt, sind eure Errungenschaften von Cantlin nicht verloren. Tatsächlich könnt ihr das Kapitel jederzeit wiederspielen, um dort ein paar Herausforderungen zu erledigen. Mit diesen lassen sich neue Gegenständen für die Terra Incognita. Dies ist ein Gebiet, in dem es keine Monster gibt. Stattdessen kann man hier nach Lust bauen.

 

Durch eine Onlinefunktion ist es sogar möglich, Bauwerke mit Spielern aus der ganzen Welt zu teilen. Außerdem könnt ihr euch Bauwerke von anderen Spielern bei euch anschauen. Dadurch gibt es immer wieder neue Sachen zu entdecken.

 

 

Bauen bis zum Umfallen

 

Zu entdecken gibt es in der Welt allgemein sehr viel. Dabei sind euch fast keine Grenzen beim Bauen mit den Blöcken gesetzt. Ihr könnt also auch riesige Bauwerke bauen. Allerdings zählen nur die Bauwerke für das Level der Stadt, die sich in einem bestimmten Bereich befinden. Alle anderen Bauten sind zwar ein schöner Anblick, bringen euch aber im Spiel nicht weiter. Allerdings hat das Bauen außerhalb der Siedlung den Vorteil, dass ihr euch eine Bleibe für die Nacht überall bauen könnt, da dort mehr Monster erscheinen.

 

Das Ziel des Spiels ist es, den Drachenfürsten zu besiegen. Dazu müssen aber erst einmal seine Schergen beseitigt werden. Bei diesen handelt es sich um große Bosskämpfe, die am Ende eines Kapitels stattfinden. Oft passiert es dabei, dass die mühsam aufgebaute Stadt ziemlich viel Schaden nimmt. Anschließend ist es aber möglich, die Stadt wiederaufzubauen.

 

Alleine die Geschichte bietet dem Spieler viele Stunden Spielzeit und es gibt immer wieder neue Dinge zu entdecken. Trotzdem ist die Aufteilung in die Kapitel etwas monoton, da man jede Stadt aufs Neue aufbauen muss. Dadurch wiederholt sich das Schema immer wieder. Wären da nicht die Geschichten der einzelnen Charaktere, würde es auf Dauer sehr langweilig werden.

 

 

Steuerung und Technik

 

Das Spiel wird mit einer klassischen Steuerung bedient. Mit dem Analogstick bewegt man den Helden. Auf den Pfeiltasten wechselt man mit dem Pfeil nach links und rechts die Gegenstände im Bauinventar. Über die Pfeiltasten nach oben und unten lassen sich die Waffen wechseln. Zum Benutzen der Items verwendet man die X-Taste. Mit Y greift man an und mit B kann man springen. Die A-Taste öffnet das Menü und lässt einen mit Gegenständen und anderen Charakteren interagieren. Mit dem rechten Stick bewegt man die Kamera. Die +-Taste wird zum Aufruf der Vogelperspektive verwendet. Mit den Schultertasten stellt man die Höhe ein, in der Gebaut oder Angegriffen werden soll.

 

Das alles hört sich jetzt furchtbar viel an, geht aber nach kurzer Zeit bereits gut von der Hand. Trotzdem lässt es sich nicht vermeiden, dass schonmal etwas nicht genau dort landet, wo man es haben möchte, wenn man zu hektisch ist.

 

Die Blöckegrafik mit normalen Charakteren hat ihren Charme. Im Vergleich zum normalen Minecraft sieht die Welt deutlich schöner aus, da die Bäume und Gegenstände nicht aus Blöcken bestehen. Zudem passt der Grafikstil zum Dragon Quest Universum. Insgesamt läuft das Spiel auch flüssig, ob man jetzt unterwegs spielt oder zu Hause auf dem Fernseher, was echt cool ist. Trotzdem muss man natürlich ein Freund von dieser Art Grafikstil sein, da er etwas eigen ist und gerade die Landschaft dadurch eher einfach aussieht.

 

Der Soundtrack von Dragon Quest Builders ist top. So gibt es den ein oder anderen Ohrwurm und man muss aufpassen, dass man unterwegs nicht anfängt, zu summen. Dadurch macht das Bauen und Erkunden der Welt gleich viel mehr Spaß. Das einzige was fehlt, ist eine Sprachausgabe für die Charaktere. Aber Dragon Quest war ja schon immer eher klassisch orientiert.

 

 

Kritik

 

Der größte Kritikpunkt ist bereits angeklungen. Durch die Einteilung in Kapitel, die einen von Stadt zu Stadt reisen lassen, kommt man leider nicht zu den aufgebauten Städten zurück. Zudem wiederholt sich dadurch der komplette Bauprozess immer und immer wieder. Das mag am Anfang noch nicht schlimm sein, aber da man die Kapitel auch nochmal von ganz von vorne anfangen kann, wird das Ganze auf Dauer doch eher langweilig.

 

Zudem verlässt man eine Stadt, in die man jede Menge Arbeit reingesteckt hat, ohne während der Geschichte dorthin zurückzukehren. Zwar gibt es in jeder Welt immer wieder Neues zu entdecken, aber das Grundprinzip bleibt das Gleiche. Auch die Story ist zwar ganz nett, aber nichts Weltbewegendes. Hier hätte es ruhig noch ein paar mehr Spannungselemente geben können.

 

Vielen Dank an Nintendo für das Testmuster.

 


Wenn euch das Review gefällt, dann unterstützt uns via:

Fazit

Dragon Quest Builders ist ein super Spiel, welches man nur mal kurz Zwischendurch oder auch viele Stunden am Stück bauen kann. Während der Geschichte selber. Ist es aber eher nicht zu empfehlen große und aufwändige Bauwerke zu bauen, da dafür die Insel Terra Icognita besser geeignet ist. Auf dieser können dann auch die Gebäude mit anderen Spielern geteilt werden. Insgesamt fehlt aber ein wenig die Langzeitmotivation, da man in jedem Kapitel quasi neu anfängt. Fans von Aufbauspielen machen bei diesem Titel aber definitiv nichts verkehrt.

Grafik

gut

Sound

super

Steuerung

gut

Spielspaß

gut

85%

Singleplayer

-

Multiplayer

Release

09.02.2018

Developer

Square Enix

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

6+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


Aktuell auf 10doTV

10do Show

März-Ausgabe: Wii-Rückblick Jahre 5 + 6

RSS-FeedDie 10do Show in iTunes