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Angespielt: Nintendo 3DS

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Metal Gear Solid: Snake Eater 3D

Action

14.07.2011

Autor: Gunnar Schreiber

 

 

Schleichen, kriechen und krabbeln in 3D

 

Nachdem es zu Metal Gear Solid Snake Eater 3D für Nintendo 3DS bisher lediglich eine selbst ablaufende Demo gab, bei der man ein wenig mit der Kamera herumspielen konnte, durften wir nun endlich selbst Hand anlegen. Doch vor den Eindrücken ein paar Worte zur Hintergrundgeschichte.

 

Metal Gear Solid 3: Snake Eater erschien 2005 in Europa für PlayStation 2. In dem Spiel schlüpft man eigentlich gar nicht in die Rolle von Solid Snake, sondern in die seines genetischen Vaters. Die Rahmenhandlung spielt dabei in den 60er Jahren. Naked Snake, so der Codename, wird in die Sowjetunion geschickt, um sich dort mit einem Wissenschaftler zu treffen. Dieser arbeitet gerade an einem Panzer, der auch als mobile Abschussrampe für Nuklearwaffen dienen kann. Eine ähnliche Eier legende Wollmilchsau also wie die späteren, namensgebenden Metal Gear Mechs. Auf seinem Weg deckt der Protagonist natürlich wieder eine Menge Verschwörungen und dunkle Theorien auf.

 

In der spielbaren Demo wird Naked Snake mitten in einem Sumpf abgesetzt und soll möglichst ungesehen und heil die nächste Basis infiltrieren. Leichter gesagt als getan. Denn neben patrouillierenden feindlichen Soldaten macht Snake auch die Topographie, Flora und Fauna zu schaffen. Wer zum Beispiel leichtsinnig durch die Pampa latscht, kann sich schnell die Sumpflilien von unten anschauen oder er wird von Schlangen oder Krokos angeknabbert.

 

Natürlich stellen auch die Soldaten eine Gefahr dar. Aber zum Glück ist der Held ein Leisetreter und ein Meister der Tarnung, der sich gut die Umgebung zu nutze macht. Also schleichen wir wahlweise vom Stein zum nächsten Baum vorwärts oder verstecken uns im hüfthohen Gras. Manchmal allerdings kommt auch Snake nicht ohne Waffengewalt aus und zwar immer dann, wenn eine Wache ihn entdeckt oder ganz einfach den Weg so blockiert, dass man nicht ungesehen vorbei kommt. Zum Glück hat er seine Betäubungspistole dabei. Ein Schuss und nach einigen Sekunden fällt der Gegner in einen tiefen Schlaf. Aber Achtung, damit sind die Probleme nicht gelöst. Meldet sich der Schlafende beispielsweise nicht auf Funksprüche oder wird von einem patrouillierenden Kameraden entdeckt, wird wenig später Alarm ausgelöst und die Situation ist kaum mehr lösbar.

 

Richtig knifflig wird es an einer Schlucht. Hier kommt Snake nur auf die andere Seite, in dem er eine schmale Hängebrücke nutzt. Doch auf beiden Seiten halten Soldaten Ausschau nach ungebetenen Gästen. Schnell über die Brücke zu rennen, ist leider auch keine Option. Denn durch den Wind und die Schwingungen macht Snake zu schnell einen Abflug, egal wie geschickt man als Spieler versucht mit den Bewegungssensoren im Handheld das Gleichgewicht zu halten.

 

Somit wären wir eigentlich auch schon bei der Steuerung angelangt. Um diese zu verinnerlichen, brauchte ich definitiv einiges an Eingewöhnungszeit. Das Spielgefühl erinnert nämlich etwas an Egoshooter der N64 Ära. Ihr bewegt Snake mit dem Schiebepad. Um die Kamera zu drehen oder mit gezogener Waffe zu zielen, werden die Tasten „A, B, Y, und X“ genutzt. Ihr drückt also auf „Y“, um das Blickfeld nach oben zu verschieben oder auf die „A-Taste“, um die Kamera nach rechts zu drehen. Das erinnert in der Tat an die alte „C-Knöpfe-Steuerung“ zu N64 Zeiten. Obwohl diese damals eigentlich soweit erprobt gewesen ist, wirkt sie in Snake Eater 3D noch ziemlich unkomfortabel. Hier muss Hideo Kojima mit seinem Team auf jeden Fall noch mal ran!

 

Und wo wir gerade beim Meckern sind. Die ganze Demo wirkt noch sehr unrund und unfertig. Ja, das ist prinzipiell bei einer Previewversion recht normal. Dennoch muss man das in diesem Fall erwähnen. Denn das Spiel soll bereits im kommenden November auf den Markt kommen und wirkt wesentlich unfertiger als zum Beispiel Resident Evil Revelations, das erst 2012 erscheinen wird. Auch grafisch habe ich mir mehr versprochen. Die Tiere sind stocksteif, absolut nicht lebensecht und viele Texturen wirken eher matschig. Dafür kommt der stereoskopische 3D Effekt schon jetzt super zum Einsatz.

 

Das interessante neue Feature, mit dem man mit der 3DS Kamera Texturen aus seiner realen Umgebung, beispielsweise von seiner Wand, der Wohnzimmercouch oder was auch immer machen und dann auf Snakes Tarnanzug projizieren kann, war leider in der Demo noch nicht verfügbar.

 

Auch wenn die von uns gespielte Demo zu Metal Gear Solid: Snake Eater 3D noch einige Macken hatte, zeigt sie aber auf der anderen Seite auch das enorme Potenzial, das durch die Funktionen des Handhelds entsteht. Das Original war klasse und wir hoffen und sind uns eigentlich sicher, dass Kojima und sein Team die Mängel bis zum Release beseitigen wird.

 

 

Marios Update von der gamescom (15.09.2011)

 

Im Prinzip kann ich Gunnar in allen Teilen nur absolut zustimmen. Die Demo an sich ist sehr gut gelungen und kann teilweise wirklich überzeugen. Aber sie offenbart auch Schwächen, die ein Spiel so nah am Release eigentlich nicht mehr zeigen sollte. Zwar gefällt mir die Umgebung generell schon sehr gut und vor allem Snake selbst ist gelungen – vor allem wenn er verschmitzt grinst, nachdem er einen Plan hat, wie man eine Wache am besten mit einem Bienennest ausschaltet – aber alles wirkt insgesamt einfach noch zu unfertig. Neben den offensichtlichen Mängeln an der Technik finde ich aber auch, dass sich Snake Eater 3D sehr träge anfühlt, weil es nicht flüssig läuft. Es ist als würde man auf klebrigen Gummisohlen laufen müssen. Außerdem sind die Ladezeiten ziemlich aufdringlich.

 

Glücklicherweise hat Nintendo vor wenigen Tagen bestätigt, dass das Spiel das zweite Schiebepad unterstützen wird und sich daher auf nächstes Jahr verschiebt. Somit haben die Entwickler nicht nur mehr Zeit, die Probleme in den Griff zu kriegen, sondern es wird vermutlich auch steuerungstechnisch besser werden. Daher begrüße ich das sehr und hoffe, dass das Spiel, wenn es dann nächstes Jahr erscheint, ein absolutes Highlight wird. Die aktuelle Demo lässt eine Top-Einschätzung jedoch leider noch nicht zu.

 

 

Marios Demo-Update (16.02.2012)

 

Fünf Monate sind mittlerweile vergangen, seit ich das Spiel auf der gamescom das letzte Mal gespielt habe, zwei Mal verschoben wurde es seit dem. Mittlerweile gibt es einen finalen Termin, den 8. März, und seit heute auch eine Demo im eShop, die ich mir gleich mal gezogen habe.

 

Die Demo ist jedoch dieselbe, die Konami schon auf der Messe im letzten Sommer gezeigt hat, allerdings mit einigen Verbesserungen. Spontan ist mir aufgefallen, dass sich das Spiel nun wesentlich flüssiger anfühlt, allerdings noch weit davon entfernt, wirklich flott zu sein. Dazu wurden die Ladezeiten deutlich optimiert, zwischen den kleinen Gebieten dauert es nun nur noch wenige Augenblicke, bevor Snake den nächsten Bereich betritt. Zuletzt ist die Demo nun auch mit deutschen Untertiteln versehen.

 

Wirklich neu und Grund für dieses Update im Angespielt-Bericht ist die Unterstützung des Schiebepads Pro. Damit ist es nun endlich möglich, die Kamera auch mit einem Pad zu bewegen, was wesentlich komfortabler ist. Außerdem haben die zusätzlichen Tasten den Charme, dass es nun keine Doppelbelegungen mehr gibt. Wie schon bei Resident Evil Revelations zielt man mit der zweiten linken Schultertaste und feuert mit der zweiten rechten. Das funktioniert super und lässt die Gedanken frei für wichtigere Dinge: Wie zum Beispiel versteckt man sich am besten vor den Massen von Patrouillen?

 

Dazu dient die Tarnung, die man im Menü mal eben on-the-fly wechseln kann. Pratischerweise sieht man dort auch direkt, welchen Effekt die Änderung von Kleidung und Gesichtsbemalung hat. So kann man sich zum Beispiel so gut tarnen, dass man liegend im Gras zu 90 Prozent unsichtbar wird. Sofern ein Gegner nicht zufällig auf Snake tritt, bleibt er auch in nächster Nähe unentdeckt. Toll finde ich, dass man per 3DS-Kamera Fotos machen und diese Bilder dann als Muster für die Tarnung nutzen kann. So kann man sich noch besser verstecken und das ist verdammt wichtig im Spiel.

 

Okay, für mich wird Metal Gear Solid nie ein Spiel sein, dass ich spielen würde, denn ich hasse Schleichpassagen, und das Spiel ist ja quasi eine einzige solche, gelegentlich unterbrochen durch Cutscenes. ;-) Wer auf Metal Gear aber steht, der wird mit diesem 3D-Remake sicher Spaß haben. Zum Glück gibt es die Demo im eShop, so dass ihr euch vor dem Kauf ganz einfach von den Qualitäten überzeugen könnt. Viel Spaß dabei!

super

EU Release Chance

gut

Tendenz

Release

08.03.2012

Developer

Kojima Productions

Publisher

Konami

USK Freigabe

16+

Anzahl Spieler (Lokal)

1


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