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Angespielt: Nintendo 3DS

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Kid Icarus Uprising

Action

16.07.2011

Autor: Gunnar Schreiber

 

 

Über Götter, gebratene Engel und Hühnchen, Höhen und Tiefen.

 

Bei unserem Besuch von Nintendo in Frankfurt konnten wir nicht nur eine aktuelle Version von Kid Icarus Uprising spielen, sondern erstmals auch vier der Augmented Reality Karten ausprobieren. Grund genug ein zweites Preview zum Spiel verfassen. Das vom Februar findet ihr unten drunter. An der positiven Meinung hat sich seit dem nichts geändert.

 

In der Demo standen diesmal drei verschiedene Level zur Auswahl: „The Return of Palutena“, „Magnus and the Dark Lord“ sowie „Heads of the Hewdraw“. Da wir uns die Rückkehr von Palutena beim letzten Mal schon angeschaut haben, starten wir nun als erstes die Suche nach dem Dark Lord. Schon nach dem Wählen des Levels fällt gleich eine Veränderung auf. Standen nämlich in der ersten Demo nur drei Waffen zur Auswahl, sind es nun ganze sieben, darunter der Bogen, eine Klinge, Krallen oder Energiegeschosse. Diese Waffen kommen allerdings primär in den Bodenmissionen zum Einsatz. In der Luft nutzt Engel Pit standardmäßig seine Fernwaffe.

 

Apropos: Die Levels sind in Kid Icarus Uprising anscheinend alle gleich strukturiert. Zunächst bekämpft Pit bis maximal fünf Minuten lang die Horden der bösen Göttin Medusa in der Luft. Innerhalb dieser Zeit muss der Held sein Ziel auf dem Boden erreicht haben. Denn Palutenas Zauber, der Pit das Fliegen ermöglicht, hält eben nur die begrenzte Zeit. Da die Fluglevel allerdings alle auf festen Bahnen und auch an sich in einer vorher bestimmten Geschwindigkeit ablaufen, könnt ihr nur Zeit einsparen, in dem ihr die Gegner effizient erledigt. Und davon stellen sich euch gerade in der Luft unzählige in den Weg.

 

Die Luftkämpfe sind klasse inszeniert und nicht weniger rasant als beispielsweise die aus den Starfox Spielen. Die Suche nach dem Dark Lord beginnt mitten in einer Gewitterwolke, begleitet von jeder Menge Turbulenzen und anderen Gefahren. Die bedrohliche Situation hat allerdings keinen Einfluss auf die Gesprächigkeit und den Frohmut von Palutena und Pit, die das gesamte Geschehen unentwegt, recht amüsant kommentieren. So sagt Palutena, als Blitze knapp an dem Helden vorbei zischen „If you don’t watch out we’ll have barbecued angel tonight“, worauf Pit klarstellt „But chickens are much more economicaaaaaaaaallllll“.

 

Kaum hat man sich an das Szenario gewöhnt, geht es in einem Sturzflug aus den Wolken in die Unterwelt, durch verwinkelte Höhlen, um dann in einem Affenzahn eine Steilwand hinaufzupreschen. Über die Kante geflogen, gibt es sogar einen richtigen Augenöffner. Denn Pit schwebt plötzlich über einer großen Ebene. Im Hintergrund tobt ein Vulkan und mittendrin liegt eine Stadt in Flammen, wo der Dark Lord vermutet wird. Gerade bei diesen rasanten Flugpassagen ist der stereoskopische 3D Effekt einfach nur klasse. Als Spieler empfindet man ein ganz neues Geschwindigkeits- und Mittendringefühl.

 

Auch steuerungstechnisch gibt es an den Flugmissionen nichts zu meckern. Das ändert sich dann auf dem Boden. Hier fällt nach dem Erreichen des Ziels das lästige Zeitlimit weg und das Spiel macht einen Schwenker mehr in Richtung Action Adventure mit etwas erkunden und jeder Menge Feinde verkloppen. Die Steuerung ist hierbei allerdings sehr unkomfortabel, was vor allem an der komischen Methode liegt, die Kamera zu justieren. Diese richtet sich nämlich kaum von alleine aus. Wenn man sich umschauen will, muss man die Schultertaste gedrückt halten und einen weiteren Button betätigen. Im Eifer des Gefechts ist somit ein schnelles Umdrehen kaum möglich. Ich hoffe sehr, dass Masahiro Sakurai und sein Team hier noch mal rangehen oder zumindest eine alternative Methode integrieren werden.

 

Grafisch gibt es gar nichts zu meckern. Das Spiel sieht gerade in den Flugmissionen richtig klasse aus und läuft trotz hohen Gegneraufkommens eigentlich immer flüssig. Durch den rasanten Wechsel der Standorte (über, zwischen und unter den Wolken, auf dem Boden, in Gebäuden etc.) sind die Szenarien sehr abwechslungsreich und verwöhnen das Auge. Hinzu kommen jede Menge haushohe Bossgegner, wie zum Beispiel der dreiköpfige Drachen, dem wir im dritten Level in der Luft nach und nach seine eh nicht genutzten Denkapparate entledigen.

 

Nun noch ein paar Worte zu den AR-Karten: Bei Nintendo konnten wir vier ausprobieren, nämlich Pit, Palutena, Hewdraw und Medusa. Man legt jeweils zwei Karten gegenüber und hält mit der Kamera des Nintendo 3DS auf diese. Nun erscheinen die beiden Charaktere und kämpfen automatisch gegeneinander. Wer gewinnt, steht von vorne herein fest und hängt von den Fähigkeiten des gewählten Helden ab. Wie viele Karten es am Ende geben wird und wie diese vermarktet werden sollen, steht momentan noch nicht fest.

 

 

Vorab-Fazit:

 

Kid Icarus Uprising hinterlässt bis auf die bockige Kamera bei den Bodenmissionen einen tollen Eindruck und könnte ein mehr als gelungenes Comeback vom Engel Pit werden. Laut Aussagen auf dem Event soll das Spiel trotz der aktuellen Gerüchte noch in diesem Jahr bei uns erscheinen. Hoffen wir mal, dass das stimmt.

 

Zweitmeinung Martin (gamescom 2011):

 

Auf der gamescom hatte auch ich endlich die Gelegenheit, Kid Icarus Uprising anzuspielen. Der Ersteindruck ist durchaus positiv: Die Grafik ist schön, das Gameplay flott und dank der großen Auswahl an Waffen sowie der unterschiedlichen Spielstile in der Luft und zu Boden, dürfte auch die Abwechslung nicht zu kurz kommen. Das eigentliche Highlight ist aber sicher der 3D Effekt, was ich aus erster Hand aber leider nicht bestätigen kann, da ich das Spiel für das Video selbstverständlich ohne 3D Effekt gespielt habe.

 

Leider muss ich Gunnar aber zustimmen: Die Steuerung der Kamera ist nicht gerade optimal. Auch ohne zweiten Stick hätte man das besser regeln können!

 

 

Preview vom 28.02.2011:

 

Zum Glück erinnert sich Nintendo von Zeit zu Zeit mal an längst vergessene Spieleserien und haucht ihnen frisches Leben ein. Denn schließlich ist es schon verdammt lange her, dass der Engel Pit zum letzten Mal von der in der Unterwelt eingekerkerten Palutena, der Göttin des Lichts, mit einem magischen Bogen ausgerüstet wurde, um die Freiheit wiederzuerlangen und ihr Gegenstück Medusa, die Göttin der Finsternis, in ihre Schranken zu weisen. Denn nach dem Debut 1987 auf dem NES erschien 1991 nur ein weiterer Teil auf dem Gameboy. Doch nun ist Pit zurück.

 

Entwickelt wird das Spiel von der neuen Nintendo Firma Sora, unter der Leitung von Mastermind Masahiro Sakurai, der unter anderem verantwortlich für die Super Smash Bros. Spiele ist. Und dass der Mann und das Team für Qualität stehen, können wir auch nach unserer ersten Anspielerfahrung mit dem neuen Kid Icarus attestieren.

 

Während man Pit früher allerdings von links nach rechts durch 2D Areale steuerte und dabei fast schon in Metroid Manier Gegner abballerte, erinnert das neue Kid Icarus vielmehr an eine Mischung aus Sin & Punishment und God of War, alles natürlich in der dritten Dimension.

 

 

Pit, der neue alte Action Held

 

In der aktuellen Demo sind zwei Levels spielbar, die sich vor allem im Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Beide beginnen übrigens mit einer Flugsequenz, gefolgt von einer Bodenmission, die dann in einem Endkampf endet. Die Flugareale erinnern dabei sehr an Shoot 'em Ups wie Starfox oder Sin & Punishment. Pit fliegt in einem festen Areal unentwegt vorwärts. Als Spieler hat man hierbei nur die Möglichkeit mit dem Schiebepad den feindlichen Projektilen auszuweichen und selbst die heranstürmenden Gegner unter Beschuss zu nehmen. Auf dem Boden wechselt das Gameplay. Hier habt ihr die volle Freiheit und könnt den Level so erkunden, wie ihr möchtet. Natürlich stürmen aber auch hier unzählige Schergen auf euch zu, die es zu erledigen gilt.

 

Zu Anfang wählt ihr zunächst eure Waffe aus und habt dabei die Wahl zwischen einem Schwert, einer Kralle und Energieprojektilen. Natürlich haben alle Waffen Vor- und Nachteile. Die Krallen sind beispielsweise besonders schnell, verursachen aber nur einen geringeren Schaden. Momentan wechselt das Spiel automatisch zwischen Nah- und Fernkampfattacken, je nachdem, wie weit die Gegner von euch entfernt stehen. Darüber hinaus gibt es aber auch die Möglichkeit, Schüsse aufzuladen, um mehr Schaden zu machen. Der Touchscreen wird übrigens genutzt um zu Zielen und die Kamera zu drehen. Das System ist bereits von Egoshootern wie Metroid Prime Hunters oder den Call of Duty Titeln auf dem alten DS bekannt und funktioniert ziemlich gut, da man hier nur selten komplette Drehungen vollziehen, sondern viel mehr geringfügig nachjustieren muss.

 

Am Ende der ersten Mission betretet ihr dann eine Arena und ein toll inszenierter Bosskampf gegen einen übergroßen Ceberus beginnt. In solchen Momenten erinnert Kid Icarus tatsächlich etwas an moderne Hack & Slays wie God of War. Zum Glück gibt es aber bisher keine abgedroschenen Quick Time Events oder ähnliches. Nach einigen gezielten Angriffen und clevereren Ausweichmanövern, ist der Boss Geschichte.

 

 

Technisch sehr überzeugend

 

Kid Icarus kann zwar grafisch nicht mit der Brillianz von den beiden Resident Evil Spielen von Capcom oder Metal Gear Solid Snake Eater 3D von Konami mithalten, ist aber das mit Abstand hübscheste Spiel für den 3DS von Nintendo selbst. Besonders beeindruckend ist hier das stereoskopische 3D gelungen. Gerade in den Flugabschnitten hat man richtig das Gefühl weit über der Oberfläche zu fliegen und heranrasenden Projektilen der Gegner auszuweichen.

 

Ein Releasetermin zu Kid Icarus Uprising steht leider noch nicht fest. Es sollte aber auf jeden Fall noch in diesem Jahr erscheinen.

 

 

Vorab-Fazit

 

Kid Icarus ist zurück und scheint gekonnt alte Tugenden mit moderner Technik zu vermischen. Die Grafik ist gut, der stereoskopische 3D Effekt klasse und das Gameplay scheint nicht nur rasant, sondern auch recht abwechslungsreich zu sein. Alles in allem hat das Spiel bei unserer Anspielzeit in sehr positiven Eindruck hinterlassen, so dass wir dem Release kaum mehr abwarten können.

super

EU Release Chance

gut

Tendenz

Release

Q1 2012

Developer

Sora

Publisher

Nintendo

USK Freigabe

nicht bekannt

Anzahl Spieler (Lokal)

1

Anzahl Spieler (Wi-Fi)

2-6

Anzahl Spieler (WLAN)

2-6


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